Institut für Ethik und Geschichte der Medizin
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Zum Verhältnis von Ethik und Empirie

AG-Mitglieder:
Silke Schicktanz (sschick(at)gwdg.de ), Julia Inthorn (jinthor(at)gwdg.de), 
Sabine Wöhlke (swoehlke(at)gwdg.de)

Seit 2007 besteht die Arbeitsgruppe Ethik und Empirie der Akademie für Ethik in der Medizin. Sie setzt sich systematisch mit dem aktuellen, internationalen Diskussionstand zu den ´empirical ethics / empirically informed ethics´ auseinander. Die AG trifft sich regelmäßig zweimal im Jahr. Anknüpfend an die vorausgegangenen Treffen werden zum einen verschiedene Ethiktheorien und ihre meta-ethischen Vorannahmen und zum anderen praktische Verknüpfungen und Beispiele der Umsetzungen zwischen unterschiedlichen Ethiktheorien und empirischer Forschung (z.B. quantitative oder eher qualitative Forschungsarbeiten) bearbeitet.

 

Als ein Ergebnis der Arbeitsgruppe ist 2014 folgender Artikel erschienen: Marcel Mertz, Julia Inthorn, Günter Renz, Lillian Geza Rothenberger, Sabine Salloch, Jan Schildmann, Sabine Wöhlke und Silke Schicktanz: Research across the disciplines: a road map for quality criteria in empirical ethics research (PDF)

Presentation

11th World Congress of Bioethics (International Association of Bioethics)
26-29 June 2012, Rotterdam

"Quality criteria for empirical research in bioethics and the challenge of interdisciplinarity"

Presented by Marcel Mertz, MA and L. Geza Rothenberger, MD, M. Sc. for the Empirical-Ethics-Working Group of the Academy for Ethics in Medicine(AEM), Germany

Gastherausgeber: Silke Schicktanz & Jan Schildman & Editorial: Medizinethik und Empirie – Standortbestimmungen eines spannungsreichen Verhältnisses. 

Ethik in der Medizin, 2009, Vol. 21, Heft 3.

Im September 2009 ist ein Themenheft "Medizinethik und Empirie" der Zeitschrift "Ethik in der Medizin" erschienen, das von Schicktanz/Schildmann herausgegeben wurde. Ziel des Themenheftes ist es, den bisherigen Debattenstand im deutschsprachigen und internationalen Raum aus Sicht der Ethiktheorie, der angewandten Medizinethik und der Sozialwissenschaften zu systematisieren und einen ersten Überblick über Kontroversen zu geben. Sowohl Mitglieder der AG als auch andere AutorInnen konnten für die Übersichtsbeiträge gewonnen werden.

Internationaler Workshop: "The relation of medical practice, medical knowledge and norms in bioethics" fand in Kooperation mit dem Lichtenberg Kolleg in Göttingen am 14. und 15. Dezember 2009 statt

Seit Längerem wird in der praktischen Philosophie und Bioethik das Verhältnis von ethischen Konzepten zu medizinischen, biologischen und technischen Fakten reflektiert. Hingegen ist es relativ neu, dass sozialwissenschaftliche Untersuchungen zu Einstellungen, Meinungen und Argumenten auch in Forschungsansätzen der Bioethik berücksichtigt werden. Diese neuere Entwicklung zeichnet sich unter dem Schlagwort "empirical ethics" in der internationalen Fachdebatte ab. Wie sich die entwickelten 'Normen' und die theoretisch erfasste und beschriebene 'Praxis' ? jeweils aus ethischer und sozialwissenschaftlerischer Perspektive ? zueinander verhalten, muss genauer geklärt werden. 

Bislang fehlen allerdings systematische Übersichten zu den methodischen Vor- und Nachteilen der verschiedenen Ansätze sowie praxisorientierte Handreichungen für "empirical ethics". Ziel des Workshops ist es daher zu reflektieren, welche sozialwissenschaftlichen Methoden hinsichtlich spezifischer ethischer Probleme aussagekräftig sind. Des Weiteren ist das Verhältnis von empirischer und theoretischer Erkenntnis der Praxis einerseits und der Begründung spezifischer Normen auf der Basis sozialwissenschaftlicher Beobachtungen andererseits nicht ausreichend geklärt. Daher gilt es, die Debatte um die "empirical ethics" systematisch zu untersuchen und ihre Bedeutung für die Bioethik einzuschätzen. Drei zentrale Fragen leiten dabei die interdisziplinäre Auseinandersetzung: 

 

  • Welche Bedeutungen werden "Praxis, Wissen und Fakten" (zusammengefasst als 'Empirie') in unterschiedlichen bioethischen Ansätzen zugeschrieben - und welchen Status haben dementsprechend empirische Untersuchungen aus bioethischer Sicht? 
  • Welches Verständnis von Norm und ethischer Reflexion spiegelt sich in soziologischen und kulturwissenschaftlichen Untersuchungen wider, die ihre Forschung als Beitrag zur Bioethik-Diskussion verstehen? 
  • Welche Konsequenzen für konkrete interdisziplinäre Forschungskonzeptionen in der Bioethik ergeben sich aus dem jeweiligen Verständnis von 'Empirie' und 'Norm'? 

Workshop-Goettingen-Lichtenberg-Abstracts-nov-24-09.pdf

Programm_workshop_Practisenorms9-12-09-final.pdf

Ironists, Reformers or Rebels? The Role of the Social Sciences in Participatory Policy Making

An interdisciplinary workshop to be held from June 25-27th 2008 at Collegium Helveticum, UZH/ETH Zürich, Switzerland organised in co-operation with: Priska Gisler, Dr. rer. soc., Collegium Helveticum, ETH Zürich, in collaboration with STS-CH.
A selection of articles is published in a special issue of STI (Science, Technology, Innovation)-Studies, Vol. 5, no.1 2009 "The role of social sciences in science policy making", edited by Priska Gisler and Silke Schicktanz: download here  or at http://www.sti-studies.de/joomla15/index.php